Länderübergreifender Versand? Österreichische Verpackungsverordnung gilt auch für deutsche Händler

Verpackungslizenzierung ist im Online-Handel Pflicht, sowohl für den Versand innerhalb Deutschlands als auch über die deutschen Ländergrenzen hinweg. Doch wie lizenziere ich als Händler meine Verpackungen auch in Österreich zu 100% gesetzeskonform?

Was ist die Verpackungsverordnung?

Zunächst aber erst mal ganz von vorne: Die Verpackungsverordnung nimmt Sie als Rakuten-Händler genau wie auch Betreiber von eigenen Online-Shops und Verkäufer auf Plattformen wie eBay und Amazon in die Pflicht. Sie müssen die Verpackungen, die Sie für den Versand von Waren in Umlauf bringen, auch wieder einsammeln und recyceln lassen. Andernfalls riskieren Sie Abmahnungen und hohe Geldbußen, die gerade für kleine Unternehmen schnell zu einer echten Existenzbedrohung werden.

Gesetzliche Verordnung im Zielland ist entscheidend!

Wer ins Ausland an Endverbraucher versendet, muss auch dort sicherstellen, dass Kartons, Füllmaterialien und Co. dem Wertstoffkreislauf wieder zugeführt werden. Versenden Sie also als deutscher Händler auch nach Österreich, so erfüllen Sie die Anforderungen der österreichischen Verordnung nur, indem Sie Ihre Verpackungen in unserem Nachbarland über ein sogenanntes Sammel- und Verwertungssystem lizenzieren. Ein Händler aus Österreich muss beim Versand von Waren nach Deutschland wiederum die deutschen Anforderungen erfüllen.

Sowohl in Deutschland als auch in Österreich ist das Ziel der Verpackungsverordnung, den Verpackungsabfall zu reduzieren – oder aber, wenn nicht möglich, dem Wertstoffkreislauf wieder zuzuführen. Betrachtet man die nationalen Besonderheiten der Verordnungen näher, erkennt man schnell maßgebliche Unterschiede. So werden beispielsweise in Österreich Haushalts- und Gewerbeverpackungen definiert, in Deutschland ist hingegen von Verkaufsverpackungen die Rede. Ausführliche Informationen dazu erhalten Sie in einem Video zur Verpackungsverordnung in Österreich – erklärt von Shopbetreibern für Shopbetreiber.

Verpackungslizenzierung schnell und einfach

Sowohl in Deutschland als auch in Österreich bieten die jeweils zugelassenen Systeme einfache Pauschal-Lösungen, um Verpackungen zu 100% rechtssicher zu lizenzieren. Insbesondere für kleine Händler, die sich nicht umfassend mit dem Thema Verpackungslizenzierung beschäftigen können, sind Pauschalen ideal geeignet. Ein Anbieter für eine einfache Lösung ist Landbell, unter anderem in Deutschland als Duales System und in Österreich als Sammel- und Verwertungssystem zugelassen.

Shopbetreiber können mit Landbell EASy in Österreich für jährlich 129,50 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer bis zu 1.500 Kilogramm Haushaltsverpackungen und bis zu 1.500 Kilogramm Gewerbeverpackungen lizenzieren. Der Vertrag läuft zunächst über zwei Jahre. Wie viele Verpackungen tatsächlich versendet wurden, muss nach Ablauf des Jahres nicht gemeldet werden.

Für den deutschen Markt lizenzieren Online-Händler pro Jahr bis zu 150 Kilogramm Pappe, Papier und Kartonagen für 75 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. Das entspricht in etwa der Menge von 400 mittleren Versandkartonagen. Der deutsche Vertrag für Landbell EASy wird zunächst über zwei Jahre geschlossen. Mit dem Abschluss sind Händler von Anfang an rechtssicher aufgestellt – lediglich einmal jährlich müssen sie die tatsächlich versandte Menge an Verkaufsverpackungen melden. Liefen die Geschäfte besser und wurden mehr Verkaufsverpackungen versandt als in der Pauschalmenge vorgesehen ist, wird einfach nachgezahlt.

Informationen zur Verpackungslizenzierung speziell für Online-Händler

  • Verpackungsverordnung & -lizenzierung einfach erklärt
  • Einfach und verständliche Ratgeber und Videos
  • Beratungshotline

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